18. Dezember 2009

Förderung für den zweiten Bauabschnitt des Luckauer Krankenhauses

Sehr geehrter Herr Direktor Ausserfeld, Herr GF Dr. Bittigau, Frau Direktor Ziegler, LT-Abgeord. Lehmann und Ludwig, Herr Abt. Ltr. Bata

 

Ich bin die neue im Amt als Ministerin für UGV. Als Ministerin bin ich vor allem dann immer gern gesehen, wenn ich einen Förderscheck dabei habe. Ich darf Ihnen sagen, dass ich mich genauso wie Sie sehr über diese kommende Investition freue. Eine gute bauliche und funktionale Qualität unserer Krankenhäuser ist uns sehr wichtig. Bislang sind seit dem Jahr 1991 für das Krankenhaus Luckau Fördermittel (Einzel- und Pauschalförderung) über den Gesamtbetrag von rund 30, 5 Millionen Euro gewährt worden.

Für die Realisierung der jetzt anstehenden Investitionsmaßnahme des zweiten Bauabschnitts werden weitere Fördermittel von rund 12,7 Millionen Euro bewilligt.  Es ist damit in diesem Jahr eines der größten Investitionsvorhaben im Rahmen der Krankenhauseinzelförderung im Land Brandenburg.

Ich freue mich besonders auch deshalb, weil diese beachtlichen Fördermittel in Höhe von rund 12,7 Mio. Euro für das evangelische Krankenhaus in Luckau, in einer unseren kleineren brandenburgischen Städte, also im ländlichen Raum unseres Landes, im Berlin fernen Raum,  zur Verfügung gestellt  werden kann.

Unsere Gesundheitspolitischen Bestrebungen konzentrieren sich sehr darauf, dass wir ein gutes und zuverlässiges medizinische Angebot für die Menschen im ländlichen Raum aufrechterhalten und verbessern können. Die medizinische Versorgung auf dem Lande habe ich zu einem der Schwerpunktthemen für unsere Gesundheitspolitik  in den kommenden Jahren gemacht.

Eine ausreichende medizinische Versorgung gehört zu guter  Lebensqualität dazu. Darum bemühen wir uns. Und wir sind von der Brandenburgischen Landesverfassung dazu angehalten, gleichwertige Lebensbedingungen in allen  Räumen des Landes zu sichern. Das ist eine große Herausforderung. Auch wenn einige vom technischen Fortschritt schwärmen. Und der Ausbau der Telemedizin und mobiler Angebote auch für uns ein wichtiges Thema ist, so wird es doch auch in Zukunft für Patienten und Angehörige genauso wichtig sein, dass ein gut ausgestattetes Krankenhaus in der Nähe erreichbar ist.

Keiner von uns geht gerne als Patientin oder Patient ins Krankenhaus. Umso wichtiger ist es, Vertrauen zu schaffen- auch durch angenehme räumliche Bedingungen und durch die Ausstattung mit neuester Technik.  Beides sind auch Bausteine für einen Behandlungserfolg, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des medizinischen Personals viel bessere Arbeitsbedingungen vorfinden als bisher.

In Luckau wird im kommenden Bauabschnitt der Neubau des Untersuchungs- und Behandlungstrakts in Angriff genommen. Sie planen den Teilneubau eines Funktionsgebäudes mit einem Verbindungsgang zum Bettenhaus. Das Funktionsgebäude wird drei Operationssäle, eine Intensivstation, die Sterilgutaufbereitung, die Rettungsstelle sowie Radiologie, Funktionsdiagnostik und Endoskopie beherbergen.

Sie, meine Damen und Herren,

haben als Betreiber des Krankenhauses, - das Evangelische Diakonissenhaus Berlin Teltow Lehnin – hier die Weichen auf Erneuerung und Modernisierung gestellt. Für dieses Engagement möchte ich der Leitung des Hauses ausdrücklich danken. 

Das Land kann zwar Planungen auf den Weg bringen und Fördermittel bereitstellen, die eigentliche Arbeit liegt jedoch vor Ort bei den Krankenhausträgern, also bei Ihnen. Die Mühen der Ebene bis hin zu einem bewilligungsreifen Förderantrag haben Sie bereits erfolgreich geschafft.

Da muss eine Menge Überzeugungsarbeit geleistet werden, schließlich geht es um Bauleistungen und auch um Eigenanteile.  Ich bin ja selbst schon lange in der Kommunalpolitik und weiß, wovon ich rede. Dennoch muss – gerade auch wenn es um öffentliches Geld geht – sehr verantwortungsvoll und transparent gearbeitet werden.

 In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gutes Gelingen bei dieser Investition in die Zukunft.