1. September 2012

Grußwort zum 50-jährigen Jubiläum des Institutes für Transfusionsmedizin in Cottbus

Sehr geehrte Damen und Herren, und sehr geehrte Blutspenderinnen und Blutspender,

die Sie regelmäßig in diesem Institut Blut spenden.

Ich freue mich, heute gemeinsam mit Ihnen das 50jährige Jubiläum des Instituts für Transfusionsmedizin in Cottbus begehen kann. Und wann kann ich als Gesundheitsministerin zum Termin schon mit einer Postkutsche vorfahren!

Ich durfte bei der Grundsteinlegung dabei sein – bei gefühlten 40 Grad -, bei der Eröffnung des Erweiterungsbaus – auch damals schien die Sonne - und jetzt bei Ihrem 50-jährigen Jubiläum  ebenfalls bei schönem Wetter! Wenn das nicht Anerkennung Ihrer Arbeit von höchster Stelle ist!

Sie sehen, ich komme gern, denn: Es ist mir wichtig. Einige von Ihnen wissen vielleicht, dass fast zeitgleich (um 11 Uhr) der 13. Brandenburg-Tag in Lübbenau eröffnet wird.

Blutspenden und die dafür notwendigen Blutspendedienste sind lebenserhaltend und ein wichtiger Teil der Gesundheitsversorgung in Brandenburg.

Mir ist bewusst, dass die Transfusionsmedizin eine sehr junge fachmedizinische Sparte ist, die wie kaum eine andere in den letzten 50 Jahren eine rasante Entwicklung genommen hat. Es geht ja nicht nur um das reine Abnehmen des Blutes, sondern auch um Konservierung und Lagerung, Verwaltung, Testung und Aufbereitung.

Sehr geehrte Damen und Herren,

in historischen Berichten lesen wir von Kanülenbrücken zwischen Spendern und Empfängern. Es wurde direkt, quasi von Schlagader zu Schlagader, gespendet. Niemand wusste, wann ein Patient genug Blut bekommen hatte – heute kaum vorstellbar und zum Glück heute längst Vergangenheit.

Frau Dr. Grünelt wird uns nachher Einblick in diese interessante Geschichte geben. Ich möchte an dieser Stelle nicht versäumen Frau Dr. Grünelt für ihr großes und langjähriges Engagement für das Institut zu danken.

Wenn ich mir anschaue, was heute alles möglich ist und welche Entwicklung dieses Institut schon hinter sich hat, kann ich nur den Hut ziehen.

Sie haben im Institut einmal mit 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 5.500 Spenden im Jahr angefangen. Heute versorgt der DKR Blutspendedienst – Ost  ein Einzugsgebiet mit sage und schreibe über 10 Millionen Menschen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Fachabteilung des Ministeriums, haben mir ausdrücklich mit auf den Weg gegeben, hervorzuheben, wie gut die Zusammenarbeit mit diesem Institut ist.

Das freut mich natürlich, es überrascht mich allerdings nicht. Denn Ihr Institut ist hochprofessionell aufgestellt – wie ich mich bereits überzeugen konnte. Dieses Fest, meine Damen und Herren, ist vor allem für die Spenderinnen und Spender im Land ein wichtiges Zeichen und Anerkennung ihres Engagements.

Wir haben ein interessantes Programm vor uns. Ich freue mich auf historische Abrisse und bin gespannt auf die Fotoausstellung mit Einblicken in die letzten fünf Jahrzehnte. Genießen Sie diesen Tag und werben Sie für das Institut und das Spenden von Blut!

Wir alle könnten es vielleicht irgendwann einmal selbst brauchen.

Vielen Dank!