8. Februar 2017

Gedenken und Erinnern stärken

Zur Vorstellung des Projekts „Ravensbrück – Erschließung des historischen südlichen Lagergeländes“ am Mittwoch, dem 8. Februar 2017 in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück erklärt die Landtagsabgeordnete der LINKEN Anita Tack:

Das Erinnern an die Verbrechen des deutschen Faschismus von 1933 bis 1945 darf nicht nachlassen, das ist meine feste Überzeugung, ganz im Gegenteil brauchen wir die fortdauernde Stärkung. Deshalb setze ich mich seit vielen Jahren als Mitglied des Landtages Brandenburg und auch während der Zeit als Regierungsmitglied für eine finanzielle Ausstattung ein, die der nationalen und internationalen Bedeutung der Gedenkstätte Ravensbrück gerecht wird. Darum erfüllt es mich mit Genugtuung, dass die rot/rote Landesregierung, die beachtliche Fördersumme von 350.000 Euro für die weitere Erschließung des historischen Lagergeländes bereitgestellt hat.
   
Nur noch klein ist die Zahl derjenigen, die aus eigenem Erleben von den Schrecknissen im  Frauen- KZ Ravensbrück berichten können, und sie wird immer kleiner. Umso wichtiger ist es, die Orte des Grauens als Orte des Gedenkens und des Mahnens so zu erhalten. Mögen die folgenden Generationen aus ihnen die Kraft schöpfen können, eine Wiederholung nicht zuzulassen. Das ist eine Pflicht gegenüber den Opfern selbst und gegenüber ihren Kindern und Kindeskindern, und es ist eine Pflicht der gesamten Gesellschaft.

Das Wiederaufleben rassistischen, nationalistischen, antisemitischen, ausländerfeindlichen Gedankengutes, wie es auch den deutschen Faschismus prägte, muss ein Weckruf sein an alle, die meinen, es sei mehr als siebzig Jahre nach der Zerschlagung der Naziherrschaft vielleicht schon genug getan für Erinnerung und Gedenken.

Die Linksfraktion im Brandenburger Landtag dankt ausdrücklich der Leiterin der Mahn-und Gedenkstätte, Frau Dr. Insa Eschebach und ihren  Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die überzeugende Gestaltung und Weiterentwicklung der Gedenkstättenarbeit in Ravensbrück.