19. März 2018

Bäume absägen ist der falsche Weg für mehr Verkehrssicherheit

Zur Bemerkung von Rainer Genilke (CDU) zur Brandenburger Unfallstatistik: „Wir müssen uns fragen, ob wir in Zukunft noch überall Alleen brauchen und als Kulturgut schützen wollen, wenn wir wissen, dass wir uns dort tot fahren“ (Märkische Oderzeitung), erklärt die verkehrspolitische Sprecherin Anita Tack:  

Bäume absägen ist der falsche Weg für mehr Verkehrssicherheit

Die CDU will die Säge an Brandenburgs Alleen ansetzen, um damit für weniger Todesopfer im Straßenverkehr zu sorgen.  

"Alleen vernichten, die in Brandenburg ein Markenzeichen sind, das ist der falsche Weg! Richtig ist, dass wir alles dafür tun müssen, dass es überhaupt keine Getöteten im Straßenverkehr mehr gibt. Das ist unser Ziel. Dazu gehört zuallererst, dass die Auto-und Motorradfahrer*innen mit vorgeschriebenen Geschwindigkeiten unterwegs sind. Denn immer noch gehört Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit zu den Hauptunfallursachen in Brandenburg. Daran haben die Alleebäume keine Schuld."  

Stattdessen schlägt Tack vor: "Es ist nicht zielführend, alles wegzureißen, was den Raser*innen im Wege steht. Aber es ist nach wie vor in verstärktem Maße notwendig, mit beständiger Aufklärung, Öffentlichkeitsarbeit und Verkehrserziehung dazu beizutragen, dass verkehrssicheres Verhalten im Straßenverkehr wieder zur Regel wird und §1 der StVO für alle gilt."   Die Verkehrswachten im Lande spielen dabei eine große Rolle und müssen auch weiterhin bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit Unterstützung erfahren. In diesem Sinne plädiert DIE LINKE dafür, das Brandenburger Verkehrssicherheitskonzept zu profilieren und weiter zu entwickeln.