14. Mai 2018

Das „Minsk“ - Gebäude erhalten.

Am Mittwoch entscheidet der Hauptausschuss der SVV über die Zukunft des „Minsk“ auf dem Brauhausberg. Dazu erklärt die Potsdamer Landtagsabgeordnete, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und Fördermitglied des FÜR e.V. (Freundliche Übernahme Rechenzentrum), Anita Tack:  

Das „Minsk“ - Gebäude erhalten.  

 Das Minsk-Gebäude ist ein hervorragendes Beispiel der DDR-Moderne und auch nach Meinung vieler Fachleute und Bürger*innenunbedingt erhaltenswert.   Eine öffentliche Nutzung des für die Architekturperiode der DDR einmaligen Gebäudes auf dem Brauhausberg wäre eine gelungene Verbindung zwischen Altem und Neuem und ein vorbildlicher Beitrag zur Baukultur. Und überdies wäre es ein Zeichen an die Postdamerinnen und Potsdamer, dass nicht nur das finanzielle Höchstgebot Ausschlag für die stadtentwicklungspolitischen Entscheidungen bildet.   Die Stadt selbst hatte ursprünglich nur mit Einnahmen in Höhe von 6 Millionen aus dem Verkauf der Grundstücke gerechnet. Alles, was über dieser Erwartung liegt, ist bereits als zusätzlicher Gewinn zu betrachten.  

Die Stadtverordneten haben eine Verantwortung dafür zu sorgen, dass alle Epochen der Baugeschichte im Stadtbild angemessen abgebildet werden.  Kurzfristige finanzielle Mehreinnahmen dürfen daher nicht allein Grundlage der Entwicklung des Stadtbilds der Zukunft sein. Finanzielle Erwägungen dürfen eben nicht allein die Grundlage stadtentwicklungspolitischer Entscheidungen bilden.