12. April 2018

Genilke als Zauberlehrling

Rainer Genilke (CDU) hat sich mit dem Satz „Wir müssen uns fragen, ob wir in Zukunft noch überall Alleen brauchen und als Kulturgut schützen wollen,…“ in eine Debatte begeben. Dazu erklärt die verkehrspolitische Sprecherin Anita Tack:

Genilke als Zauberlehrling  

Es ist fast so wie beim Zauberlehrling, der die Geister rief und dann nicht mehr beherrscht. Und so wundert sich Herr Genilke über das Echo, das er auf Grund seiner Forderung zur Beseitigung von Alleenbäumen bekommt.   Der Erhalt von Alleen und die damit verbundenen Ersatzpflanzungen sind Bestandteil des rot-roten Koalitionsvertrages. „Deshalb freue ich mich, dass offenbar viele aufmerksame Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung zum identitätsprägenden Kulturgut Brandenburger Alleen sagen“, so Anita Tack zu den empörten Reaktionen auf Genilkes Forderung.  

Zugleich ist klar, dass mehr Verkehrssicherheit auf Brandenburgs Straßen notwendig ist. Die „Null-Tote-Vision“ muss wieder stärker in den Fokus gerückt werden. Verkehrssicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Mehr Prävention, Kontrolle und Verkehrserziehung sind maßgeblich, um für den Schutz von Gesundheit und Leben zu sorgen. Noch immer gehört Fahren mit überhöhter Geschwindigkeit zu den Hauptunfallursachen im Land. Nicht die Alleebäume sind schuld am Unfall, sondern wohl unangemessene Geschwindigkeit der Fahrzeugführer. 

Jede und jeder Einzelne ist verantwortlich. Denn „angemessenes Fahrverhalten und Vorausschau sind wesentliche Voraussetzung für den sicheren Verkehr auf den Straßen, auch auf den Alleen“, so Tack weiter.   Am 19.April wird sich der Ausschuss für Infrastruktur und Landesplanung im Landtag mit Themen der Verkehrssicherheit befassen. Auch  das Unfallgeschehen auf Alleen und die entsprechenden Schlussfolgerungen stehen auf der Tagesordnung.