18. Mai 2018

Überfällige Verkehrswende wird Opferzahlen minimieren

Die aktuellen Unfallzahlen in Brandenburg, darunter zwölf Todesopfer, sind allarmierend. Die häufigsten Unfälle auf Brandenburger Territorium ereignen sich auf Autobahnen, wo meist LKW beteiligt und LKW-Fahrer die Verursacher sind. Die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Anita Tack, kommentiert:

Überfällige Verkehrswende wird Opferzahlen minimieren

"Ich begrüße, dass jetzt – nicht nur – LKW häufiger kontrolliert werden sollen. Aber es braucht dichtere Folgen und direkte Sanktionen, damit die Kontrollen auch wirken", so Tack anlässlich der Debatte um Polizeikontrollen in den letzten Tagen. Letztlich könne die Landespolizei aber nur Symptome bekämpfen, die ihre Ursachen in der verfehlten Verkehrspolitik des Bundes hätten: "Es wird sich erst etwas ändern, wenn die Verkehrswende, die in anderen Staaten längst Wirklichkeit ist, auch in Deutschland anläuft.“ Der Bund müsse sich von der Dominanz der Straße verabschieden. „Das Ziel lautet: Runter von der Autobahn, rauf auf die Schiene!" Solange das nicht passiert, sind die LKW-Fahrer die Leidtragenden.

Deren Arbeitsbedingungen werden angesichts des ökonomischen Drucks und der immer volleren Straßen von Jahr zu Jahr schwieriger. Tack: „Erst die Verkehrswende schafft die Voraussetzungen, damit andere Maßnahmen wie die Präventionsarbeit der Polizei greifen. Nur so können wir unserer Vision langsam näherkommen: Null Tote auf der Autobahn.“