30. August 2018

Der Anstieg der ortsüblichen Mietpreise ist alarmierend!

Zur heute erschienenen 7. Auflage des qualifizierten Mietspiegels der Stadt Potsdam erklärt die stadtentwicklungs- und wohnungspolitische Sprecherin Anita Tack:

Der Anstieg der ortsüblichen Mietpreise ist alarmierend! Die verfehlte Wohnungspolitik der letzten Jahre muss endlich korrigiert werden!

Die Landeshauptstadt Potsdam hat seit Jahren Probleme mit steigenden Grundstückspreisen und mit wachsenden Mietpreissteigerungen, und   zugleich mit einer sinkenden Anzahl von Wohnraum mit Mietpreis-und Belegungsbindung. Der heute veröffentlichte qualifizierte Mietspiegel belegt, dass in den seit 2009 neu gebauten Wohnungen sehr hohe Mieten mit einem durchschnittlichen Mietpreis von 10 € pro m² verlangt werden. Gerade bei Neubauten, die das kommunale Wohnungsunternehmen Pro Potsdam errichtet, hat die Stadt große Einflussmöglichkeiten auf die Mietengestaltung, die in Potsdam nicht genutzt wurden. Die geringe Anzahl von Wohnungen im Bereich des sozialen Bestandes ist daher auch ein Ergebnis der verfehlten Wohnungspolitik von 16 Jahren Oberbürgermeister Jann Jakobs, welche nun endlich korrigiert werden muss.

Wir brauchen in Potsdam viele neue Wohnungen mit günstigen Mieten, vor allem für junge Leute und Familien. Auch muss die Stadt der riesengroßen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum für Studierende endlich gerecht werden, will sie eine attraktive Hochschulstadt bleiben. Wohnungsbau gehört daher in erster Linie in die öffentliche Hand. Bei Neubauten muss eine Quote von 30 % sozialen Wohnraum mit einer dauerhafter Belegungsbindung geschaffen werden. Nur so kann die enorme Mietpreisentwicklung gestoppt werden. DIE LINKE steht für eine zukünftige Wohnungspolitik, die weitere überhöhte Mietpreissteigerungen verhindert und dafür Sorge trägt, dass künftig ausreichend bezahlbarer Wohnraum für alle Altersgruppen und sozialen Ansprüchen und die notwendige soziale Infrastruktur dafür zur Verfügung stehen.

Nur so kann Wachstum in der Stadt sozial ausgewogen gestaltet werden. Auf Landesebene wird derzeit ein Landesgesetz zur Wohnraumförderung erarbeitet, welches die Wohnraumförderung neu gestaltet, niedrigere Einkommensgrenzen und auch neue Wohnformen  insb. auch des studentischen Wohnens berücksichtigt.