28. Februar 2018

Weniger Autos und weniger Schadstoffe in der Potsdamer Zeppelinstraße

Anlässlich der Informationen über die Ergebnisse des Feldversuchs Zeppelinstraße erklärt die Potsdamer Landtagsabgeordnete und Sprecherin für Verkehrspolitik der Fraktion DIE LINKE; Anitas Tack:

Weniger Autos und weniger Schadstoffe in der Potsdamer Zeppelinstraße

Erste Erfolge des Modellversuchs sind vorhanden und ein Grund, ihn weiter zu führen und mit besseren Bedingungen für den ÖPNV zu komplettieren. Durchschnittlich  2400 bis 3550 Autos weniger sind pro Tag auf der Zeppelinstraße festgestellt worden. Für die Menschen in der Zeppelinstraße bedeutet das besseren Gesundheitsschutz und insgesamt bessere Lebensbedingungen. Die Situation für den Fuß- und Radverkehr ist deutlich verbessert worden. Damit werden Fahrverbote in Potsdam nicht nötig sein.

Ein Umsteuern wird aber nur nachhaltig sein, wenn der ÖPNV auf der Schiene und auf der Straße attraktiver wird und deutliche Erweiterungen in die Infrastruktur und die Qualität der Angebote realisiert werden. Diese sind bislang leider nur halbherzig in Angriff genommen wurden. Es geht u.a. um die Busspur von Geltow und die Attraktivität des Verkehrsknotens Pirschheide. Potsdam sollte außerdem in die inzwischen bundesweit geführte Diskussion zum kostenlosen Nahverkehr einsteigen und sie vorantreiben, um mittelfristig zu machbaren Vorschlägen zu kommen. Der Ausschuss für Infrastruktur und Landesplanung des Landtags wird sich in seiner Sitzung am Donnerstag auch mit der Auswertung der Ergebnisse in der Zeppelinstraße befassen.